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Pressemitteilung

                                                          

 

Das Forschungsprojekt eBusi-Net lud zur Diskussion auf der transport logistic - der größten Messe in der Logistik-Branche.

Die Duisburger Forschungsgruppe GTS/L vom Institut für praxisorientierte Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen (Standort Duisburg) veranstaltete zusammen mit den Projektpartnern aus der Transportbranche sieben Diskussionsforen rund um das Thema des Projektes: Die Auswirkungen der elektronischen Vernetzungen auf die Geschäftsbeziehungen der Binnenwassertransporte. Damit konnte das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt einen Teil dazu betragen, den oft vernachlässigten Verkehrsträger Binnenschiff der Logistik-Branche zu präsentieren.

Unter anderem fand am Freitag, dem 23.05., ein Diskussionsforum zum Thema: "Elektronische Frachtenbörsen - Alternative zur traditionellen Ladungsvergabe in der Binnenschifffahrt?" statt. Moderator Lutz Lauenroth von der Deutschen Verkehrs-Zeitung diskutierte mit Jürgen Schlieter (Vorsitzender der BDS-Binnenschiffahrt), Gerd Heidenstecker ((Gesellschafter der Deutschen Binnenreederei), Axel Götze-Rohen (geschäftsführender Gesellschafter der Frachtenbörse Bargelink) und Heinz Rößler (Inhaber der Spedition Kübler). Dabei wurden die Chancen und Risiken elektronischer Frachtenbörsen für Partikuliere kontrovers diskutiert. Einerseits erhöhen die Frachtenbörsen den Wettbewerb um die Schiffe (Götze-Rohen), andererseits bergen sie unternehmerische Risiken: So drohen bei Fehleinschätzung der eigenen Leistungskraft Schadenseratzleistungen (Heidenstecker). Die Warnung des Reeders vor mehr unternehmerischer Selbstständigkeit seitens der Partikuliere findet auch in seiner Einschätzung Ausdruck, dass in Zukunft elektronische Frachtenbörsen auch von Reederein genutzt werden könnten und damit den freifahrenden Partikulieren schaden.

Trotz aller Bedenken muss aufgrund der desolaten Situation der deutschen Partikuliere die Alternative der elektronischen Frachtenbörsen ernst genommen werden. Ohne Schonung bringt es Schlieter auf den Punkt: "Wir brauchen in der Binnenschifffahrt dringend Alternativen zur traditionellen Ladungsvergabe, denn die traditionellen Wege haben uns dorthin geführt, wo wir heute stehen. Und als Partikuliere, so ehrlich muss man sein, stehen wir nicht gut."